Umkehrosmose Vorbehandlung
Umkehrosmosemembranen, wie die am häufigsten verwendeten TFC Spiralwickelmodule, sind sehr sensibel und anfällig für Verblockungen oder Verschmutzungen.
| Verschmutzung / Schädigung | Ursache | Geeignete Vorbehandlung |
|---|---|---|
| Biologisches Fouling | Bakterien, Mikroorganismen, Virusse, Protozone | Chlorung / Entchlorung, spez. Biozide |
| Partikelfouling | Sand, Lehm (Trübheit, suspendierte Feststoffe) | Filtration |
| Kolloidales Fouling |
Organische und anorganische Komplexe, Kolloide, Mikroalgen |
Koagulation + Filtration Optional: Flockung / Sedimentation |
| Organisches Fouling | Natürliche organisches Material (NOM) : Humin- und Fulvinsäuren, Biopolymere |
Koagulation + Filtration + Aktivkohle Adsorption Koagulation+ Ultrafiltration |
| Scaling |
Sulfate und Karbonate, zb. mit Kalzium, Magnesium, Barium oder Strontium; Siliciumdioxid, Eisenoxid und andere |
Antiscalant oder Säuredosierung |
| Oxidation | Chlor, Ozon, KMnO4 |
Sauerstofffänger (Oxygen scavenger): Dosierung Sodium (meta)bilsulfit, Aktivkohlfilter |
NOM, Partikel und Kolloide können durch die klassische konventionelle Behandlung entfernt werden, die aus Koagulation und anschließender Filtration (Sandfiltration) besteht. Bei sehr trübem Wasser, zb. seichtem Meerwasser oder Oberflächenwasser, werden zusätzliche Schritte wie Flockung und Sedimentation benötigt. Als Alternative kann auch eine Ultrafiltration zum Einsatz kommen.
Vor den Umkehrosmosemembranen sollte eine Antiscalant-Lösung dosiert werden, zur Verhinderung von Niederschlägen von Kalziumkarbonat, Magnesiumsulfat oder anderen Mineralausfällungen.
Als letzter Schritt vor der eigentlichen RO-Membran ist eine Feinfiltration (< 5 Mikron) erforderlich, um zu verhindern, dass Schmutz, Sandpartikel oder Kristalle die Membranen beschädigen.
--> Siehe auch ULTRAFILTRATION als Vorbehandlung von Umkehrosmosemembranen <--