Umkehrosmose Nachbehandlung: Neutralisation / Remineralisierung
Warum wird das Permeat der Umkehrosmose manchmal wieder remineralisert?
Je nach Anwendung kann eine Umkehrosmose verschiedene Aufgaben erfüllen, zb. zur Erzeugung von Demin-Wasser für Prozessanwendungen, aber auch zur Entfernung von spez. Stoffen oder allgemeinen Reduktion vom Salzgehalt für z.B. Trinkwasser oder Bewässerungswasser.
Umkehrosmose ist kein selektiver Prozess und entfernt alle Salze die grösser und schwerer sind, als die, die es zu entfernen gilt. Wird NaCl entfernt, so werden fast alle anderen Mineralien mitentfernt, da es sich hierbei um ein sehr kleines leichtes Molekül handelt. Enthält das Speisewasser im Vergleich zu Natrium wenig Kalzium und Magnesium, so ist im Permeat kaum noch Kalzium und Magnesium vorhanden, was für Trinkwasser und Bewässerungswasser sehr nachteilig ist.
Umkehrosmosemembranen halten gelöste Salze, wie z.b. Bikarbonate, im Wasser zurück. Kohlendioxid jedoch passiert die Membran problemlos. Durch das passieren von Kohlensäure und der Rückhaltung von Bikarbonaten als PH-puffer wird das Permeat im Durchschnitt um einen PH wert angesäuert.
Entmineralisiertes Wasser hat einige nachteilige Auswirkungen:
- Hohes Korrosionspotential
- Mangelerscheinungen für Menschen, Tiere und Pflanzen ( Risiko von ischämische Herzkrankheiten und Hirngefäßerkrankungen (WHO, 2005a; WHO, 2006; Cotruvo, 2006)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 10 mg/L Magnesium und 30 mg/L Kalzium für Trinkwasser.
Bewässerungswasser sollte ein gutes Verhältnis von Leitfähigkeit und Natrium zu Kalzium und Magnesium (siehe auch SAR) haben.
| Prozesse zur Remineralisierung: |
|---|
| Mischung mit gereingtem Zulaufwasser + pH neutralisation |
| Dosierung von CO2 + Calcite Kalkstein (CaCO3, MgO) Filtration + Na2CO3 |
| Dosierung von CaCl2 + NaHCO3 |