PFAS-Entfernung durch Ozonierung/fortgeschrittene Oxidation

GAC-Adsorption, Ionenaustausch, Umkehrosmose sind physikalische Entfernungstechnologien, die lediglich PFAS von einer Phase in eine andere überführen (oder PFAS-Ströme sammeln/konzentrieren), anstatt diese Chemikalien wirklich zu zerstören. Es wird angenommen, dass Oxidation durch Aufbrechen der chemischen Bindung ein vollständigerer Ansatz für die PFAS-Eliminierung ist.

Ozon wird häufig in Trinkwasseraufbereitungsanlagen zur Desinfektion oder zur Entfernung organischer Schadstoffe verwendet. Untersuchungen zeigen jedoch, dass Ozon allein nicht oder nur sehr unzureichend zum Abbau von PFAS-Chemikalien geeignet ist, da die C-F-Bindung sehr stark ist. Es muss mit Katalysatoren oder Oxidationsmitteln (Advanced Oxidation Process, AOP) ergänzt werden, um Ozon abzubauen und reaktive Radikale für einen erwünschten PFAS-Abbau zu erzeugen. In diesem Fall ist eine hohe Ozondosis erforderlich [1]. Dies führt bei großtechnischer Anwendung zu sehr hohen Energiekosten.

Zusammen mit einer auf Eisenoxid basierenden Katalyse und Persulfat kann Ozon eine maximale PFAS-Entfernung von insgesamt 70 % in Leitungswasser erreichen. Das Verfahren ist besonders effektiv gegenüber PFAS mit mittlerer, d. h. 6-11 C-F-Kettenlänge, unabhängig von ihren funktionellen „Kopf“-Gruppen [1].

In Bezug auf die Produktion unerwünschter Nebenprodukte (wie Bromat) und die Umwandlung von PFAS-Vorläufern in kurzkettige PFAS muss jedoch noch eine robuste Behandlungskette mit ozonbezogenen AOP definiert werden.

Für weitere Informationen oder ein Angebot, kontaktieren Sie Lenntech: Antworten Form oder per Telefon +31 152 755 705

Verweise:

[1] Removal of per- and polyfluoroalkyl substances (PFASs) from tap water using heterogeneously catalyzed ozonation. Environ. Sci.: Water Res. Technol., 2019, 5, 1887-1896.