Elektrodeionisation (EDI)
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Was ist EDI? Mit EDI werden hochreine Prozesswasser hergestellt, wobei 95% weniger Chemikalien als beim konventionellen Ionenaustausch eingesetzt werden müssen. Beim EDI werden die für IX benötigte Säuren und Laugen quasi durch spezielle Membranen und Elektrizität ersetzt. Wie funktioniert EDI? Eine EDI-Kammer hat im Prinzip denselben Aufbau wie eine Deionisationskammer. Diese Kammer beinhaltet ein Ionenaustauscherharz, das zwischen einer Kationenaustauscher- und einer Anionenaustauschermembran liegt. Durch die Membran können nur die Ionen gelangen, das Wasser wird zurückgehalten. Wenn der Wasserfluss den mit Harz gefüllten Teil betritt, werden mehrere Prozesse in Gang gesetzt. Starke Ionen werden mittels des Mischbetts aus dem Speisestrom entfernt. Unter dem Einfluss des angelegten starken elektrischen Feldes werden geladene Ionen aus dem Harz und in Richtung der entgegengesetzt geladenen Elektrode gezogen. Auf diese Weise werden geladene Spezies kontinuierlich entfernt und in die angrenzenden Kammern gebracht. Passieren die Ionen die Membran, so können sie durch die Konzentrationskammer gelangen (siehe Abbildung), doch sie können die Elektrode nicht erreichen. Dies wird durch die angrenzende Membran verhindert, die ein Ionenaustauscherharz mit der selben Ladung beinhaltet. Wenn die starken Ionen aus dem Prozesswasser entfernt werden, verringert sich dessen Leitfähigkeit stark. Das starke elektrische Potential spaltet das Wasser auf der Oberfläche des Harzes, was Wasserstoff- und Hydroxylionen produziert. Diese fungieren als kontinuierliche Regenerationsmittel des Ionenaustauscherharzes. Das regenerierte Harz kann nun neutrale oder nur schwach geladene gelöste Ionen, wie zum Beispiel Kohldendioxid oder Silikate, ionisieren. Somit können diese direkt durch den angelegten elektrischen Strom und die Membran entfernt werden. |
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Die mit den Wasserstoff- und Hydroxidionen stattfindenden Ion-isationsreaktionen zur Entfernung schwach geladener / neutraler Spezies im Harz sind die Folgenden: CO2 + OH- ==> HCO3- |
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Anwendungen EDI kann für alle Anwendungen verwendet werden, die einen konstante, ökonomische und chemikalienfreie Entfernung von Verunreinigungen aus dem Wasser verlangt. Einige Beispiele sind:
EDI-Anlagen arbeiten sehr zuverlässig und versorgen den Kunden mit hochreinem Wasser für das Boiler-Speisewasser in einem Kraftwerk oder Spülwasser für Mikrochips. Das produzierte Wasser (über-)trifft in jedem Fall die Anforderungen an das hochreine Prozesswasser. Ist eine Dampfreinigung aufgrund von Fouling erforderlich, so kann die Qualität des Produktes nach der Reinigung wieder komplett erreicht werden. Vorteile Als Ersatz für die konventionelle Ionenaustauscher-Technologie bringt EDI Vorteile in den Betriebskosten zur Produktion hochreinen Wassers. Da die periodische Regeneration des Austauscherharzes entfällt, entstehen außerdem umwelttechnische Vorteile aufgrund der Chemikalienersparnis. Weitere Vorteile sind:
Nachteile
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