Übergang von der industriellen Wasserwiederverwendung zu ZLD oder MLD – Minimierung von Sole, Maximierung der Wasserkreislaufwirtschaft

Im Zuge der Fortschritte von Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Wassersektor – durch Reduzierung des Wasserverbrauchs, Optimierung von Prozessen und Implementierung interner Wiederverwendung – erreichen viele die Phase, in der der größte Teil des wiederverwertbaren Wassers bereits zurückgewonnen ist. Die verbleibende Herausforderung besteht typischerweise im Umgang mit hochsalzhaltigen Abwasserströmen, die hauptsächlich aus Umkehrosmoseanlagen (RO) stammen. Diese konzentrierten Solen begrenzen die Rückgewinnung und verhindern eine vollständige Kreislaufwirtschaft.

Hier bieten sich die Minimale Flüssigkeitsableitung (MLD) und die Abwasserfreie Produktion (ZLD) als logische nächste Schritte an.

Durch die Integration von MLD/ZLD-Technologien können Unternehmen den Frischwasserverbrauch reduzieren, Umweltrisiken durch Einleitungen eliminieren und einen nahezu vollständigen Wasserkreislauf erreichen.

Um mehr über das MLD/ZLD-Konzept zu erfahren, besuchen Sie bitte diese Seite.

Warum über die Wiederverwendung hinausgehen? Der Bedarf an MLD/ZLD

Selbst nach fortschrittlichen Wiederverwendungsverfahren (wie Membranbioreaktor (MBR), Ultrafiltration (UF) und Umkehrosmose (RO)) stehen Industrien weiterhin vor Herausforderungen:

  • RO-Konzentratsole reichert Salze (TDS, Härte, Kieselsäure, Chloride) an.
  • Regulatorische und ESG-Anforderungen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) schränken die Flüssigkeitsableitung zunehmend ein.
  • Wasserknappheit und Kostendruck erhöhen den Wert einer maximalen Rückgewinnung.
  • Geschlossene Kreislaufsysteme werden ohne adäquates Solemanagement instabil.

ZLD/MLD schließt diese Lücke durch die Konzentration oder Eliminierung des verbleibenden Flüssigkeitsstroms und ermöglicht so eine Gesamtwasserrückgewinnung von 90–98 %. Wiederherstellung.

MLD vs. ZLD – Den Unterschied verstehen

Minimale Flüssigkeitsableitung (MLD)

  • Konzentriert sich auf die Minimierung des Abwasservolumens.
  • Erreicht typischerweise eine Rückgewinnung von 80–95 %, abhängig von der Wasserqualität.
  • Verwendet fortschrittliche Membranen (Hochleistungs-RO oder CCRO, Sole-RO, EDR, FO) + selektive Enthärtung.
  • Geringere Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zu vollständiger ZLD.

Abwasserfreie Produktion (ZLD)

  • Vermeidet die Flüssigkeitsableitung vollständig.
  • Erreicht eine Rückgewinnung von >95–98 %.
  • Fügt thermische Verfahren hinzu: mechanische Dampfkompression (MVC), Mehrfacheffektverdampfung (MEE) und Kristallisationsanlagen.
  • Erzeugt feste Salze als Endprodukt.

Die meisten Industrien beginnen mit MLD und stellen auf ZLD um, wenn Wasserknappheit, Einleitungsbeschränkungen oder unternehmensinterne ESG-Richtlinien dies erfordern.

Welche Ströme erfordern MLD/ZLD?

ZLD/MLD wird typischerweise angewendet für:

  • RO-Kondenswasser aus Wiederverwendungssystemen
  • Konzentrierte Ströme mit hoher Leitfähigkeit
  • Abschlämmwasser aus Kühltürmen oder Kesseln
  • Prozessabwasser mit hohem TDS-Wert
  • Ströme, die Härtebildner, Siliziumdioxid oder Chloride

Vor dem Einsatz von thermischen oder Hochleistungs-Systemen benötigen Industrien häufig eine selektive Vorbehandlung, wie z. B. Härteentfernung, Metallfällung, Antiscalant-Dosierung oder Silikatreduktion.

Technologien für Hochleistungs-, MLD- und ZLD-Systeme

Membranbasierte Systeme (MLD)

  • Hochleistungs-RO/CCRO/Sole-RO
  • Elektrodialyse/Elektrodialyse-Umkehrung (ED/EDR)
  • Vorwärtsosmose-Konzentratoren (FO)
  • Nanofiltration (NF) zur selektiven Salzentfernung

Thermische Systeme (ZLD)

  • Mechanische Dampfkompressionsverdampfer (MVC)
  • Mehrfacheffektverdampfer (MEE)
  • Kristallisatoren für die Feststoffproduktion

Essentielle Vorbehandlung

  • Enthärtung (Kalk-, IX-, Pelletreaktoren)
  • Entfernung von Siliziumdioxid und Metallen
  • pH-Wert-Einstellung und Kesselsteinkontrolle
Eine sachgemäße Auslegung und Prozessdatenüberwachung gewährleisten den Schutz hochwertiger thermischer Anlagen.

Integration von MLD/ZLD in bestehende Infrastruktur

MLD/ZLD-Systeme werden häufig nach bestehenden Abwasserbehandlungs- und Wiederverwendungsanlagen implementiert:

Primär-/Sekundärbehandlung → MBR (Membranbioreaktor) → UF → RO → Solekonzentration → MLD/ZLD-Thermostufe

Dadurch wird der Übergang nahtlos gestaltet: Die bestehende MBR/RO-Anlage verarbeitet den Großteil des Abwassers, während die neue MLD/ZLD-Anlage nur den konzentrierten Strom behandelt. Unternehmen können schrittweise expandieren:

  • 1. Wiederverwendung (MBR/UF/RO)
  • 2. Hochleistungsmembranen
  • 3. MLD
  • 4. ZLD falls erforderlich

Dieser schrittweise Ansatz reduziert das Investitionsrisiko und entspricht den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens.

Vorteile des Übergangs zu MLD/ZLD

  • Bis zu 98 % Wasserrückgewinnung und drastisch reduzierter Frischwasserverbrauch
  • Nahezu vollständige Eliminierung des Risikos von Flüssigkeitseinleitungen
  • Einhaltung strenger lokaler oder nationaler Einleitungsvorschriften
  • Langfristige Wassersicherheit für dürregefährdete Regionen
  • Stabilisierte, geschlossene Wasserkreislaufsysteme
  • Reduzierte Kosten für Soleentsorgung und -transport
  • Verbesserte ESG-Berichterstattung, Nachhaltigkeitsbilanz und Unternehmensbilanz Reputation

Wie Lenntech den kompletten Übergang unterstützt

Lenntech bietet umfassende Engineering-Leistungen für Branchen, die von der Reduzierung des Wasserfußabdrucks zur vollständigen Wasserkreislaufwirtschaft übergehen:

  • Charakterisierung von Wasser und Sole
  • Rückgewinnungssimulationen und Machbarkeitsstudien Studien
  • Upscaling-Studie von Labortests bis hin zu Pilot- und Produktionsanlagen
  • Fortgeschrittene Pilotversuche und Skalierungsprognose
  • Vollständiges MLD/ZLD-Prozessdesign




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