Sauerstoff im Wasser

Der gelöste Sauerstoff im Wasser (DO- dissolved oxygen), ist ein Indikator für den Zustand eines Gewässers. Der DO- Wert gibt an, wieviel Sauerstoff sich frei, also als Gas und somit verfügbar für Lebewesen, in dem Gewässer befindet.

Woher kommt der Sauerstoff im Wasser

Der Sauerstoff gelangt aus der Umgebungsluft und durch die Wasserpflanzen (Photosynthese) ins Wasser (es findet ein ständiger Gasaustausch zwischen Umgebungsluft und Wasser statt). Mit Licht, werden in den Pflanzen (Grünpflanzen, Algen, Plankton und Phytoplankton) aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O), Sauerstoff (O2) und Zucker (C6H12O6) gebildet. Der Sauerstoff wird im Wasser absorbiert und den Wasserbewohnern so “zugänglich” gemacht, während der

Zucker als Energielieferant von der Pflanze benötigt wird.

Da etwa ¾ des gesamten Sauerstoffs von Pytoplankton produziert wird, findet in erster Linie ein Transfer vom Meerwasser in die Luft statt, aber in anderen Oberflächengewässern wie z.B. Seen kann das Gleichgewicht durch verschiedene Ursachen gestört sein.

Temperatureinfluß

Während sich Feststoffe mit steigender Temperatur besser im Wasser lösen, ist das bei den meisten Gasen umgekehrt (Henry- Gesetz). Beim Einleiten von Kühlwasser in Oberflächengewässer kann das zum Problem werden, denn die Temperatur des Kühlwassers ist höher als die des Gewässers. Steigt die Temperatur des Wassers wesentlich an, kann das nachteilige Folgen für Lebewesen haben die viel Sauerstoff benötigen. Eine durchschnittliche Fischpopulation, braucht in etwa 4- 5 ppm (parts per million oder mg/l) Sauerstoff im Wasser. Sehr gut ist ein Wert bei 9 ppm.

Einfluss von Nährstoffen/ Dünger

Direkt haben Nährstoffe/ Dünger, wie Nitrate und Phosphate keinen Einfluß auf den Sauerstoffgehalt des Wassers, indirekt aber schon, da die Nährstoffgehalte das Wachstum der Wasserpflanzen beschleunigen und diese wiederum mehr Sauerstoff produzieren. Gleichzeitig steigt aber, durch die im Überschuss vorhandenen Nährstoffe, die Dichte des Bewuchses.

Durch die hohe Pflanzendichte dringt das Licht nicht meht so tief in das Wasser ein. Die Folge ist das Absterben der Pflanzen und die Zersetzung am Grund des Gewässers. Der Zersetzungsprozess benötigt sehr viel Sauerstoff (Sauerstoffzehrung). Dadurch wird ein Millieu geschaffen, das die Zersetzung durch anaerobe Bakterien begünstigt (Fäulnis). Die Stoffwechselprodukte der anaeroben Bakterien wie z.B. Methan und Ammoniak sind für das Leben in den Gewässern giftig. Ist dieser Zustand erreicht, spricht man vom “Umkippen” des Gewässers.

Diese Prozesse treten in langsam fließenden Gewässern und in Seen auf, wo nur ein langsamer Austausch des Wassers stattfindet.

Der Sauerstoffberdarf eines Gewässers, wird über zwei Größen Definiert den BSB- Wert (Biochemischer Sauerstoffbedarf) und den CSB- Wert (chemischer Sauerstoffbedarf). Sie geben an, wieviel Sauerstoff aerob durch Mikroorganismen, bzw. chemisch in einer bestimmten Zeit abgebaut werden kann.

Ist der Sauerstoffgehalt zu hoch, steigt die Korrosionsgefahr. Wichtig ist das z.B. bei Kesselwasser. Dort sind bestimmte Richtwerte einzuhalten um Lochfraß und Muldenkorrsion zu verhindern.

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Wasseranalysen

Kühlwasserbehandlung

 
 
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