Fungizide
| Fungizide stehen für Stoffe (Mikrobiozide) die Pilze und deren Sporen abtöten oder ihrer Wachstum hemmen. Im letzteren Fall, werden sie auch Fungistatika genannt, wobei eine Unterscheidung nach Substanzen schwierig ist, da es Vertreter gibt, die je nach äußerem Umstand, Fungizid oder Fungistatika sein können. Verwendung finden Fungizide in der Medizin (Antimykotika), z.B. gegen Schuppenflechten und Pilzerkrankungen, zur Verhinderung von Pilzbefall auf Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen (Mykotoxine, z.B. Aflatoxin) und als Pflanzenschutzmittel. Dort wird zwischen Blatt- und Boden- Fungiziden und Beizmitteln (zur Behandlung von Saatgut) unterschieden. Die Wirkung der Fungizide ist unterschiedlich. Unterschieden wird zwischen systemischen und nicht- systemischen Giften, protektiven (d.h. Infektionsvorbeugend), kurativen (verhindern eine Infektion während der Inkubationszeit) und eradikativen (heilen auch nach Sichtbarwerden von Symptomen) Fungiziden. Die Wirkstoffe sind vielfältig. Wie bei anderen Pestiziden auch, lassen sich die Vertreter in anorganische, organische und metallorganische Fungizide unterteilen. Die anorganischen Vertreter enthalten oft Kupfer, und werden auch “Brühen” genannt (z.B. Kupferkalkbrühe (Bordeauxbrühe), Kupfersodabrühe (Burgunderbrühe) u.a.). In metallorganischen Verbindungen, finden sich meist Kupfer- oder Zinnverbindungen, sowie Dithiocarbamate von Mangan, Zink Kupfer und Eisen. Quecksilberorganische Verbindungen sind in der BRD verboten. Die größte Bandbreite bieten die organischen Vertreter. Sie wirken, je nach Stoffklasse, unterschiedlich. So finden sich aromatische Carbonsäurenitrile, -ester, -amide und -imide, Aldehyde, Amine, Benzimidazole, Imidazole, Antibiotika, pflanzliche Wirkstoffe und viele andere.
Informationen zu Inhaltsstoffen gängiger Fungizide: http://www.sar.admin.ch/faw/docu/PSMV_d/pb_k1_d.html
allg. informationen zu Fungiziden: |





Waste water treatment
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