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Wesentliche Schlammparameter

Schlammbehandlung

Schlammparametern bilden die Grundlage, um den Kläranlagenbetrieb zu überwachen und Schlammbehandlungsanlagen auslegen zu können. Sie geben dem Ingenieur wichtige Hinweise über die vorhandenen (an-)organischen Anteile, das Absetzverhalten, die Entwässerbarkeit und den Heizwert des Schlammes.

  • Wassergehalt (in %)
    Der Wassergehalt hängt von der Zusammensetzung und Größe der im Schlamm vorhandenen ungelösten Stoffe ab. Schlämme bis zu einem minimalen Wassergehalt von 85 % gelten als noch pumpfähig.
  • Trockenmasse (in mg, g, kg)
    Die Trockenmasse ist die nach einem Trocknungsverfahren (< 24 h, 105 °C) verbliebene Masse an Trockenschlamm. Es ist demzufolge das Gewicht eines Materials nach Entfernung des Wasseranteils. Wird die Trockenmasse bezogen auf die Ausgangsmasse so resultiert der Trockenrückstand (TR).
  • Trockenrückstand TR (in kg/kg, %)
    Der Trockenrückstand ist der Anteil der Trockenmasse an der gesamten Masse eines Schlamms. Es handelt sich um eine bezogene Größe.
    Wassergehalt (%) + Trockenrückstand (%) = 100 %
  • Trockensubstanzgehalt TS (in kg/m³, g/l)
    Der nach völliger Austrocknung von Schlämmen verbleibende Rest wird Trockenmasse genannt. Der Trockensubstanzgehalt ist die in einem Volumen enthaltene Trockenmasse und ein Maß für die darin enthaltene aktive Biomasse.
  • Glühverlust (in %) und Glührückstand
    Der Glühverlust gibt den Anteil der organischen Substanz im Schlamm an. Der mineralische Anteil wird durch den Glührückstand ausgedrückt und entspricht der Masse, die nach dem Ausglühen einer Schlammprobe bei 550°C verbleibt. Die Differenz zwischen der Ausgangsmasse und Masse des Glührückstandes entspricht dem Glühverlust. Der Glühverlust wird als der prozentuale Anteil der organischen Trockenmasse von der Gesamttrockenmasse angegeben.
    Ein hoher Glührückstand entspricht einem hohen Anteil an mineralischen Inhaltsstoffen im Belebtschlamm, während ein geringer Anteil einem hohen Biomasseanteil entspricht, also einer nicht vollständigen Mineralisierung.
  • Schlammvolumenindex SVI (in ml/g)
    Der Schlammvolumenindex ist das spezifische Volumen des Belebtschlammes als Quotient aus dem Schlammvolumen, das sich nach 30 min Absetzdauer in einem Imhoff-Trichter einstellt, und dem Trockensubstanzgehalt des Schlamms. Er ist ein Maß für die Absetzbarkeit des Belebtschlamms.
    Unter Normalbedingungen liegen die SVI - Werte bei kommunalen Abwässern zwischen 80 und 120 ml/g. Je geringer der Wert für SVI ist, um so besser ist die Absetzbarkeit des Belebtschlamms. Bei Werten über 150 ml/g ist mit Problemen im Nachklärbecken zu rechnen.
  • Heizwert
    Der Heizwert von Schlämmen lässt sich kaloriemetrisch ermitteln. Dabei wird die nutzbare Wärmemenge bei der vollständigen Verbrennung von 1 Kilo Brennstoff unter konstanten Druckbedingungen bestimmt. Der auf die Trockensubstanz bezogene Heizwert hängt von deren organischen Anteil ab, da nur dieser bei der Verbrennung umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen zur Schlammbehandlung und -reduzierung finden Sie auf den folgenden Seiten:

Stabilisierung
Eindickung
Entwässerung
Schlammtrocknung
Biologische Überschussschlammreduzierung

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