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Schlamminhaltsstoffe

SpirillumVitreoscilla

Schlammbehandlung

Die charakteristische Eigenschaft des Belebtschlammes ist das Vorkommen von Mikroorganismen, die gelöste Nahrung durch die Körperoberfläche oder einen Zellmund aufnehmen und so der Reinigung des Abwassers beitragen. Die Biozönose des Belebtschlammes, also die Zusammensetzung der Mikroorganismen, gibt in der Praxis Auskunft über den Zustand des Belebtschlammes und der Reinigungsleistung.
  • Bakterien
    Bakterien sind die kleinsten Lebewesen im Abwasser und sind wesentlich am Aufbau der Belebtschlammflocken beteiligt. Ihre Größe beträgt meist nur einige Tausendstel bzw. Hunderstel Millimeter. Die meisten Arten sind nur durch Ihren Stoffwechsel zu bestimmen, d.h. deren Eigenschaften bestimmte Stoffe umzuwandeln. Viele Arten scheiden Enzyme zur Verflüssigung der Nahrung aus.

Spirillen oder "Schraubenbakterien" bewegen sich durch Rotation fort, wodurch sie spiralenförmige Form einnehmen.

Im Gegensatz zu den Spirillen bewegen sich Bakterien der Gattung Vitreoscilla ernorm langsam durch Kriechbewegung fort. Sie sind Fadenförmig mit vielen Windungen.

Sphaerotilus

Ebenfalls mit fadenförmigen Aussehen und in Kolonien angesiedelt. Sphaerotilus lässt keine Bewegung erkennen.
Beggiatoa

Beggiatoa ist eine "Schwefelbakterie", zu erkennen an den lichtbrechenden Schwefelkörnchen im ihrem Inneren. Sie bewegen sich kriechend fort.
Zoogloea

Zoogloea oder auch "Bäumchenbakterie" bildet verästelte Kolonien die an Pflanzen erinnern lassen.
Neben den Bakterien tauchen eine Vielzahl von einzelligen Organismen (Protozoen) wie Wimpertierchen (=Ciliaten), Wechseltierchen (=Amöben) und Geißeltierchen (=Flagellaten) im Belebtschlamm auf. Diese Organismen sitzen teilweise auf den Belebtschlammflocken. Andere Protozoen bewegen sich lebhaft auf oder zwischen den Flocken des Belebtschlammes. Zu den mehrzelligen Organismen werden die Rädertierchen (=Rotatorien) und Fadenwürmer (=Nematoden) gezählt.
Wimpertierchen
Rädertierchen
Nematoden
Glockentierchen


Der nach dem Abwasserreinigungsprozess abgezogene Schlamm beinhaltet im unbelasteten stabilisierten Zustand i.d.R.:

Kohlenstoff (50-70 %),
Wasserstoff (6,5-7,3 %),
Sauerstoff (21-24 %),
Stickstoff (15-18 %),
Phosphor (1-1,5 %) und
Schwefel (0-2,4 %).

Der mengenmäßig bedeutendste Bestandteil von Klärschlämmen ist Wasser. Die Wassergehalt wird bestimmt durch die Schlammart (Primär-, Sekundär- und Tertiärschlamm) und die Art der Stabilisierung (aerob, anaerob). Er liegt, bei in der Kläranlage anfallenden Rohschlämmen, bei ca. 93-99 %. Eine Entwässerung (bis auf ca. 35 % TS-Gehalt) oder eine Trocknung (bis über 85 % TS-Gehalt) kann deswegen für eine weitere Verwertung erforderlich sein.
Zweiter Hauptbestandteil ist die Trockensubstanz, welche sich aus organischen und anorganischen Substanzen zusammensetzt.

Neben den Hauptbestandteilen enthalten Klärschlämme eine unüberschaubare Vielfalt von Spurenbestandteilen, da in ihnen die meisten aus dem Abwasser abgetrennten Schmutzstoffe enthalten sind. Organische wie anorganische Spurenstoffe werden aus dem Abwasser im Klärschlamm angereichert. Um dieser Aufkonzentrierung entgegen zu wirken, wurden vom Gesetzgeber Grenzwerte erlassen. In der Klärschlammverordnung (AbfKlärV, 1997) sind Grenzwerte für Schwermetalle und organische Stoffgruppen (Dioxine/Furane, PCB, AOX) festgelegt.

Informationen zur Schlammbehandlung und -reduzierung finden Sie auf den folgenden Seiten:

Stabilisierung
Eindickung
Entwässerung
Schlammtrocknung
Biologische Überschussschlammreduzierung

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