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Schlammarten

Schlammbehandlung

Die biologische Abwasserreinigung erzeugt innerhalb der einzelnen Verfahrensschritte verschiedene Arten von Schlamm. Dafür werden im wasserwirtschaftlichen Sprachgebrauch die folgenden Begriffe verwendet:
  • Rohschlamm
    Rohschlamm (auch Frischschlamm genannt) ist Schlamm, der Abwasserbehandlungsanlagen unbehandelt entnommen wird. Wobei die Entwässerung von Rohschlamm nicht als Behandlung von Klärschlamm gilt (Klärschlammverordnung).
    Rohschlamm ist noch nicht stabilisiert und neigt zu saurer Gärung sowie Geruchsbildung.
  • Primärschlamm
    Primärschlamm fällt in der mechanischen Abwasserreinigungsstufe an. Durch die Entfernung von zumeist ungelösten Abwasserinhaltsstoffen unter Einwirkung der Schwerkraft kann er am Rechen und Sandfang entnommen werden (Vorklärschlamm, Rechengut). Vor allem aber wird der Schlamm als Primärschlamm bezeichnet, der sich im Vorklärbecken nach der Räumung im Pumpensumpf sammelt. Die Zusammensetzung dieses Schlammes ist von den Besonderheiten des Einzugsgebietes abhängig. Primärschlamm besteht zu einem hohen Anteil aus organischen Stoffen wie: Fäkalien, Gemüse, Obst, Textilien, Papier usw. Die Konsistenz ist dickbreiig mit einem Wasseranteil zwischen 93 % und 97 %.

  • Belebtschlamm
    In der biologischen Behandlungsstufe werden durch das Zusammenspiel verschiedener Bakterienarten, denen man durch eine gezielte Verfahrensführung die benötigten Lebensbedingungen schafft, die gelösten organischen Substanzen sowie Nährstoffe aus dem Abwasser entfernt. Der dabei anfallende Schlamm wird als Belebtschlamm bezeichnet. Der Belebtschlamm liegt i.d.R. in Form von Flocken vor. Diese enthalten neben lebender und toter Biomasse, adsorbierte und eingelagerte sowie organische und mineralische Anteile.
    Das Sedimentationsverhalten der Belebtschlammflocken ist von großer Bedeutung für die Funktion der biologischen Reinigungsstufe. Die Flocken müssen gut absetzbar sein, damit die Biomasse ohne Probleme vom gereinigten Abwasser getrennt und nach Bedarf in die Belebung zurückgeführt werden kann.

Belebungsbecken

Abb.: Belebungsbecken

Nachklärbecken

Abb.: Nachklärbecken

  • Rücklaufschlamm
    Aus dem Belebungsbecken fließt der Belebtschlamm in das Nachklärbecken. Dort setzen sich die Schlammflocken zur Beckensohle ab und werden vom gereinigtem Abwasser getrennt. Ein Großteil des abgetrennten Schlamms wird in das Belebungsbecken als Rücklaufschlamm zurückgeführt. Der Rest wird dem System als Überschussschlamm entnommen.

  • Überschussschlamm, Sekundärschlamm
    Die nicht benötigte Biomasse wird als Überschussschlamm dem System entnommen, um die vorgewählte Biomassenkonzentration bzw. das Schlammalter konstant zu halten. Der Überschussschlamm setzt sich zusammen aus nicht hydrolysierbaren partikulären Stoffen und Bakterienmasse infolge Stoffwechsel.

  • Tertiärschlammm, Fällungsschlamm
    Als Tertiärschlamm wird der Schlamm bezeichnet, der bei der weitergehenden Abwasserreinigung eines Klärwerks z.B. bei der chemischen Fällung von Abwasserinhaltsstoffen entsteht.

  • Schwimmschlamm, Blähschlamm

  • Faulschlamm
    Faulschlamm entsteht bei der anaeroben Schlammstabilisierung (Faulung). Gut ausgefaulte Schlämme sind schwarz und riechen erdig. In Abhängigkeit vom Stabilisierungsgrad weist Faulschlamm einen organischen Anteil am Feststoff von 45 bis 60 % auf.

Schlammarten

Abb.: Schlammarten und Reststoffe der Abwasserbehandlung

Weitere Informationen zur Schlammbehandlung und -reduzierung finden Sie auf den folgenden Seiten:

Stabilisierung
Eindickung
Entwässerung
Schlammtrocknung
Biologische Überschussschlammreduzierung

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