Qualität des Beregnungswassers

Die Wasserqualität, die zur Bewässerung eingesetzt wird, ist essentiell für den Ertrag und die Menge der Kulturpflanzen, die Erhaltung der Bodenproduktivität und den Schutz der Umwelt. Die physikalischen und mechanischen Eigenschaften des Bodens zum Beispiel, wie Bodenstruktur (Stabilität des Aggragtes) und Wasserdurchlässigkeit, reagieren sehr sensibel auf die unterschiedlichen, austauschbaren Ionen, die im Bewässerungswasser vorhandenen sind.

Die Bewässerungsqualität kann am besten durch chem. Laboranalysen bestimmt werden. Die wichtigsten Faktoren zu Bestimmung der Eignung des Wassers als Bewässerungswasser sind folgende:

- PH

- Salzgehalt

- Natriumgehalt (Sodium Adsorption Ration or SAR)

- Karbonat und Bikarbonat in Relation zum Gehalt von Ca & Mg
- andere Spurenelemente

- Toxische Anionen

- Nährstoffe
- Freies Chlor

Parameter des Recyclingwassers von für die landwirtschaftliche Bedeutung

Parameter Bedeutung für Bewässerungs mit recyceltem Wasser Werte in dem zweiten und dritten Abwasser Aufbereitungsziel für das recycelte Wasser
Gesamte gelöste Feststoffe (TDS)

Trübung

Partikelmessungen können auf mikrobische Verschmutzungen zurückzuführen sein; Sie können die Desinfektion beeinflussen, die Bewässerungssysteme verstopfen oder zu Ablagerungen fürhren. 5-50 mg/L <5-35 TSS/L
1-30 NTU <0.2-35 NTU
BSB5

COD

Organische Substrate können zu Zuwachs und Aufbau von Mikroben und zu biologischem Fouling führen 10-30 mg/L <5-45 mgBOD/L
50-150 mg/L
<20-200 mgCOD/L
Gesamtzahl koliformer Bakterien Das Maß des Infektionrisikos basiert auf dem Vorkommen von pathogenen Bakterien; kann zu Biofouling in Düsen und Sprinklern der Bewässerungssysteme führen <10-107cfu/100mL <1-200 cfu/10mL
Schwermetalle Einige der gelösten Mineralsalze wurden als Nährstoff identifiziert und begünstigen das Pflanzenwachstum, während andere phytotoxisch sind oder es in zu hohen Konzentrationen werden. Einige Elemente (Cd, Ni, Hg, Zn, etc) sind toxisch für Pflanzen und es müssen Grenzwerte eingehalten werden.

< 0.001 mgHg/L

<0.01 mgCd/L

<0.02-0.1 mgNi/L

Anorganische Stoffe Ein hoher Salz- und Borgehalt ist schädlich bei Bewässerung einiger empfindlicher Getreidesorten. <450-4000 mgTDS/L

<1 mgB/L

Chlor Rückstand Empfohlen zu Minderung bakteriellen Wachstums; Eine zu hohe Konzentration freien Chlors (>0.05mg/L) kann jedoch manche Getreidesorten vernichten 0.5->5 mgCl/L
Stickstoff (N)
Düngemittel; kann zu Algenwachstum und Eutrophierung in den Speicherbehältern führen, ebenso zu Korrosion (N-NH4) oder Kesselsteinbildung (P) 10-30 mgN/L <10-15 mgN/L
Phosphor (P)
0.1-30 mgP/L <0.1-2 mgP/L

Quelle: Valentina Lazarova Akiçca Bahri; Water Reuse for irrigation: agriculture, landscapes, and turf grass; CRC Press.

Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität der Bewässerungsmaßnahmen

Kategorie Option / Möglichkeit
Technisch - Einebnung der Ackerflächen um das Wasser gleichmäßig zu verteilen

- Strömende Bewässerung um eine bessere Verteilung des Wassers zu erreichen

- Effiziente Sprinkleranlagen zur einheitlichen Verteilung

- Hochpräzise Niedrigenergie-Sprinkler zur Vermeidung von Wasserverdampfung und Verlusten durch Verwehungen

- Graben von Ackerfurchen um die Aufnahmekapazität des Bodens zu steigern und zur Vermeidung von ungewolltem Abfließen des Wassers

- Tropfen-Bewässerung um Verdampfungsverluste zu verhindern und die Ernteerträge zu steigern (Siehe unten)

Betrieblich - Bessere Planung der Bewässerung

- Verstärkte Kanalbewässerungen

- Bewässerungen dann, wenn es am Wichtigsten für die Ernteerträge ist

- Wassersparender Ackerbau und Bodenbestellung

- Bessere Instandhaltung der Bewässerungsgraben und der Ausrüstungen

- Wiederverwendung von Abflusswasser

Institutionell - Gründung von Organisationen für Wasserverwender um die Landwirte stärker miteinzubeziehen und Beiträge einzusammeln

- Reduzierung der Fördermittel für Bewässerungsmaßnahmen und / oder Einführung von Preisen, die an wassereinsparenden Maßnahmen orientiert sind

- Einführung eines legalen Systems, das effiziente aber faire Wassermärkte garantiert

- Pflege der ländlichen Infrastruktur zur privaten Verbreitung effizienter Technologien

- Bemühungen für bessere Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten

Ackerbaulich - Fruchtfolgen auswählen, die hohe Ausbeuten pro verwendetem Liter Wasser zeigen

- Mischkulturen anpflanzen um neben dem Gehalt an Nährstoffen die Feuchtigkeit des Bodens zu maximieren

- Pflanzen auswählen, die an die klimatischen Bedingungen und die vorhandene Wasserqualität angepasst sind

- Gegenüber Trockenheit unempfindliche Pflanzen auswählen, wenn das Wasser knapp ist

Quellen: Amy L. Vickers, Handbook of Water Use and Conservation (Boca Raton, FL: Lewis Publishers, in press); J.S. Wallace and C.H. Batchelor, "Managing Water Resources for Crop Production", "Philosophical Transactions of the Royal Society of London: Biological Science, vol. 352, pp.937-47 (1997)

Verwandte Seiten:


Laboranalyse des Beregnungswassers


Nährstoffe im Bewässerungswasser


Zu hoher Salzgehaltes des Wassers


Schädliche Wirkung des SAR des Beregnungswassers


Wirkung toxischer Ionen im Wasser

Bicarbonate und derer schädliche Wirkung bei Bewässerung

Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Seiten zur Verfügung: Verschmutzung des Grundwassers, Ursachen von Verunreinigungen des Grundwassers , Fremdstoffe (Meerwasser-Einbrüche, Nitrate, Arsen, Eisen), Reinigung des Grundwassers.

Hier können Sie die das Grundwasser betreffenden Definitionen, Zusammensetzung, Herkunft und vorhandene Mengen, sowie die Quellen in Europa nachlesen.







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