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Prozess der Trinkwasseraufbereitung

Trinkwasserproduktion aus Oberflächenwasser

Im Folgenden ist der Prozess der Trinkwasseraufbereitung dargestellt. Alle Verfahrensschritte sind mit Nummern versehen, die dann auch wieder im Verfahrensschema darunter gefunden werden.

a: Vorbehandlung

1) Das verwendete Oberflächen- oder Grundwasser wird in Behältern gesammelt. Oftmals findet bereits hier eine Belüftung des Wassers statt, ebenso können hier Enthärter hinzugegeben und der pH-Wert reguliert werden.

2) Schnelle Sandfiltration, oder in manchen Fällen Mikrofiltration, z.B. in Trommelfiltern

b: Zugabe von Chemikalien

3) Regulierung des pH-Wertes mittels Zugabe von Kalziumoxid (CaO) oder Natriumhydroxid (NaOH).

4) Eisen-(III)-chlorid (FeCl3) wird zum Wasser gegeben um Ausflockungsprozesse zur Entfernung von Huminsäuren und anderen gelösten Stoffen durch Bildung von Eisen-(III)-Hydroxid Fe(OH)3 in Gang zu setzen. Wenn erforderlich, werden auch Flockungshilfsmittel dazugegeben, diese bewirken ein Zusammenballen der feinen Flocken zu groben, die dann mittels Lamellenseperatoren, Filtration oder Sedimentation entfernt werden können. Nach einer Aufkonzentrierung der Flocken, werden diese sicher entsorgt.

5) Wasserenthärtung in einem Reservoir durch natürliche Belüftung oder Zugabe von Natriumhydroxid bis zum Erreichen von mindestens 8,5 odH. Dieser Schritt ist nicht immer notwendig. Zum Beispiel wird das Wasser im Falle einer natürlichen Filtration bereits enthärtet.

c: Natürliche Filtration

6) Dieser Wasseraufbereitungsschritt durch Uferfiltration durch Sanddünen ist besonders für die Niederlande spezifisch. Dieses Verfahren wird auch als natürliche Grundwasseranreicherung bezeichnet. Durch Anlegen eines Saugdruckes in den Brunnen nahe der Küste kann das filtrierte Wasser gegen die natürliche Fließrichtung des Wassers (in Richtung Meer) an die Oberfläche gepumpt werden. Die Aufenthaltszeit des Wassers im Boden richtet sich unter anderem nach den mikrobiologischen Gegebenheiten im Boden, es wird von einem Zeitraum von ca. 50 Tagen ausgegangen. Außerdem ist bei diesem Verfahren eine genaue Kenntniss der Speicherkapazitäten des Bodens für die relevanten Schadstoffe von Nöten.

Jedoch wird selbst in den Niederlanden die Uferfiltration nur teilweise angewendet:

- In Rotterdam wird das Wassers in Reservoirs im Biesbosch aufbewahrt, wo eine natürliche Grundwasseranreicherung stattfindet.

- In Amsterdam wurde die Sandfiltration bis zum Jahr 2000 angewendet.

- In Den Haag wird das Wasser immer noch per Uferfiltration gereinigt.

d: Desinfektion

7) Desinfektion mit Natriumhypochlorit (NaOCl) oder Ozon (O3). Normalerweise wird die Ozondesinfektion bevorzugt, da sie nicht nur Bakterien und Viren abtötet, sondern auch den Geruch und Geschmack des Wassers verbessert und Mikroverschmutzer zerstört. Ozon diffundiert durch das Wasser und tritt durch die Zellwand in die Mikroorgansimen ein. Dort stört Ozon entweder das Wachstum der Mikroorganismen, oder zerstört die Atmungsfunktion bzw. den Energietransport der Zellen. Das Ozon reagiert waehrend dieser Prozesse folgendermaßen: O3 -> O2 +(O).

e: Feinfiltration

8) Langsame Sandfiltration, um die restliche Trübheit und Bakterien zu entfernen. Die Sandfilter werden regelmäßig mit Wasser und Luft rückgespült.

9) Aktivkohlefilter zur Entfernung von restlichen Mikroschadstoffen und Stoffen, die den Geschmack und den Geruch des Wassers beeinflussen. Hierzu wird der Wasserstrom durch Aktivkohle geleitet. Die Aktivkohle muss je nach Durchfluss in regelmäßigen Zeiträumen regeniert werden, bzw. ausgetauscht werden.

f: Konservierung und Lagerung

10) Zugabe von ca. 0,3 mg/l NaOCl um die erreichte Qualität zu sichern. Diesen Schritt führen nicht alle Wasseraufbereiter durch.

11) Belüftung um den Sauerstoffgehalt des Wassers zu sichern. Dieser Schritt wird nicht immer angewendet.

12) Aufbewahrung des Trinkwassers in Behältern und Zuleitung zum Verbraucher durch Rohrleitungen.

In der folgenden schematischen Abbildung eines Prozesses zur Trinkwasseraufbereitung bezeichnen gepunktete Pfeile, dass Chemikalien zugeführt werden und rote Pfeile markieren die austretenden Flüsse.



Schematische Darstellung der Trinkwasseraufbereitung in einem Fließbild

Für Antworten zu Fragen rund ums Trinkwasser finden Sie hier unsere Trinkwasser FAQ

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